Nadelbäume sind unverzichtbar in Gartencentern und bieten durch ihre Vielfalt unterschiedlicher Nutzungsmöglichkeiten. Ideal für Hecken oder Windschutz, werden sie auch wegen ihrer dekorativen Wirkung in Gärten geschätzt. Mit ihrem immergrünen Laub bringen sie nicht nur frisches Grün, sondern passen sich durch ihre unterschiedlichen Größen und Formen gut an kleine und große Flächen an. Diese robusten Pflanzen, die Kälte und Wind trotzen, verbinden Ästhetik und Funktionalität und sind eine langlebige Lösung, um Ihren Außenbereich zu gestalten und ganzjährig für Privatsphäre und natürliche Schönheit zu sorgen.
Nadelbäume, auch Pinophyta genannt, gehören zu einer Pflanzenfamilie von Bäumen und Sträuchern, die vor 300 Millionen Jahren entstanden sind. Sie sind an ihren langen, schmalen Blättern, den Nadeln, erkennbar. Nadelbäume sind stattliche Gewächse, die mit ihrem immergrünen, manchmal goldenen oder bläulichen Laub Gärten über die Jahreszeiten schmücken. Das Wort Nadelbaum bedeutet „Zapfenträger“ und bezieht sich auf die Zapfen, die wie Blüten an der Pflanze wachsen.
Warum Nadelbäume im Garten pflanzen?
Nadelbäume bieten im Garten viele Vorteile. Neben ihrem dichten, immergrünen Laub verleihen sie den Bepflanzungen Volumen und Struktur. Dennoch sollte man es nicht übertreiben: Maximal ein Drittel der Gartenfläche sollte mit ihnen bepflanzt werden, um Platz für andere Pflanzen zu lassen.
Nadelbäume sind bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Naturelementen, wie Regen und Schnee, starken Winden und rauen Umgebungen. Durch ihre breite Vielfalt an Formen, Farben und Texturen können sie im Garten vielseitig eingesetzt werden!
Wie alle Pflanzen verbessern Nadelbäume die Luftqualität, da sie Kohlendioxid absorbieren, die Umweltverschmutzung reduzieren und für Frische und Schatten sorgen.
Die Vielzahl und Vielfalt der Nadelbäume ermöglich es dem Gärtner, sowohl klassische als auch komplexe Gestaltungsideen umzusetzen.
Die beliebtesten Arten
Es gibt viele Arten von Nadelbäumen, die im Garten verwendet werden können. Zu den bekanntesten gehören:
Die Kiefer ist eine weitverbreitete Art, die vielfältig genutzt werden kann. Dank ihres immergrünen Laubs und der langen, feinen Nadeln eignet sie sich gut für Hecken und Einfriedungen oder fügt einem Garten Höhe und Struktur hinzu.
Die Zeder ist ein weiterer verbreiteter Nadelbaum mit dichtem, immergrünem Laub. Oft wird sie für Hecken genutzt, kann aber auch als Zierbaum gepflanzt werden.
Dank seines angenehmen Duftes ist die Tanne als Weihnachtsbaum sehr beliebt. Sie hat ein dichtes, immergrünes Laub. Anders als andere Nadelbäume mit spitzen Nadeln, besitzt die Tanne flache Nadeln.
Die Fichte hat spitze Nadeln und ein dichtes, immergrünes Laub. Sie wird oft für Hecken oder um einem Garten Struktur und Höhe zu geben eingesetzt.
Die Lärche ist ein weiterer Nadelbaum, der seine Nadeln im Winter verliert. Mit ihrem leichten, luftigen Laub wird sie oft für Hecken oder um einem Garten Struktur zu geben, verwendet.
Die Zypresse hat ebenfalls dichtes, immergrünes Laub und wird oft in Hecken oder um einem Garten Höhe und Struktur zu verleihen angepflanzt.
Die Eibe ist ein weiterer Nadelbaum mit dichtem, immergrünem Laub. Sie ist ideal für Hecken oder als Zierstrauch.
Der Lebensbaum, auch als Thuja bekannt, ist sicherlich der bekannteste Nadelbaum für Hecken und als Sichtschutz.
Der Mammutbaum ist ein großer Baum, der eine Höhe von 100 Metern oder mehr erreichen kann. Er wird oft genutzt, um in einem Garten Höhe und Struktur zu schaffen.
Schließlich ist der Wacholder ein Nadelbaum mit dichtem, immergrünem Laub. Er wird häufig als Zierstrauch oder für Hecken verwendet.
Kombination von Nadelbäumen mit anderen Gartenpflanzen
Dank seines dichten, immergrünen Laubs verleihen Nadelbäume Volumen und schaffen Texturen im Garten. Wie bereits erwähnt, sollte man nicht mehr als ein Drittel der Gartenfläche mit Nadelbäumen nutzen, um die restlichen Pflanzen zur Geltung zu bringen.
Unter Nadelbäumen können andere Pflanzen gesetzt werden, um dekorative Szenen zu schaffen. Dabei sollten Pflanzen gewählt werden, die schattenverträglich sind, und der Boden muss häufig bewässert werden, da er in der Nähe der Wurzeln oft trocken ist. Moorbeetpflanzen wie Hortensien, Azaleen oder Rhododendren sind empfehlenswert. Auch Alpenveilchen, Immergrün oder Efeu bieten am Fuß des Baumes farbliche Akzente.
Alles über die Pflanzung von Nadelbäumen
Nadelbäume werden vorzugsweise zwischen September und Oktober oder von März bis April gepflanzt. Ein durchlässiger, humusreicher Boden wird für das gesunde Wachstum der Nadelbäume empfohlen. Auch ein sonniger, windgeschützter Standort ist ideal, obwohl sie tatsächlich an fast jeder Stelle gedeihen können.
Bevor ein Nadelbaum gepflanzt wird, sollten die Wurzeln in einem Wasserbad getränkt werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach wird ein Pflanzloch von der doppelten Breite der Wurzeln gegraben. Die Pflanze wird vorsichtig aus ihrem Topf genommen und ins Pflanzloch gesetzt. Das Loch wird mit Erde gefüllt und leicht festgedrückt. Es sollte genügend Raum für die Wurzeln gelassen werden, da sie sich schnell entwickeln können.
Nadelbäume richtig pflegen und zu einem Highlight im Garten machen
Die Pflege von Nadelbäumen hängt von ihrem Typ und ihrem Alter ab. Junge Nadelbäume müssen regelmäßig geschnitten werden, um gesund zu wachsen und eine ansprechende Form zu bekommen. Auch ältere Nadelbäume brauchen besondere Aufmerksamkeit, damit sie nicht von Krankheiten oder Wachstumsproblemen betroffen werden.
Das Schneiden der Nadelbäume ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling, bevor die neuen Triebe austreiben. Zuerst sollten abgestorbene, kranke oder beschädigte Zweige entfernt werden, um ein gesundes Wachstum zu fördern. Außerdem sollten unbedingt die Zweige entfernt werden, die sich kreuzen oder aneinander reiben, da dies zu Schäden an der Rinde und Infektionen führen kann.
Regelmäßiges Gießen ist ebenfalls wichtig, um die Gesundheit von Nadelbäumen zu erhalten. Während Trockenperioden benötigen Nadelbäume möglicherweise zusätzliches Wasser, um ein Welken oder Austrocknen zu verhindern. Allerdings darf man es mit dem Gießen nicht übertreiben, da dies Wurzelfäule verursachen kann.
Schließlich sollten Nadelbäume regelmäßig gedüngt werden, um ihr Wachstum und ihre Gesundheit zu fördern. Speziell für Nadelbäume entwickelte Dünger sind im Fachhandel erhältlich. Es ist wichtig, den Anweisungen auf der Verpackung zu folgen, um eine Überdüngung zu vermeiden, die zu Schäden an den Wurzeln und einem ungleichmäßigen Wachstum führen kann.
Ein Blick auf die bekannteste Art unter den Nadelbäumen
Merkmale der Thujas
Thujas, oder Lebensbäume, sind eine der populärsten Nadelbaumarten. Sie eignen sich hervorragend für dichte, natürliche Sichtschutz-Hecken. Es gibt verschiedene Thuja-Arten, die aus Nordamerika oder Asien stammen und Farben von Gold bis Smaragdgrün aufweisen. Der kanadische Thuja ist am weitesten verbreitet, bekannt für seine Robustheit und sein tiefgrünes Laub. Nach einigen Jahren kann er eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen oder sogar bis 50 Meter in der Form des sogenannten „Riesen-Lebensbaums“ (thujaplicata). Auch Zwergarten von Thujas existieren, ideal für Terrassen und kleine Gärten. Der Thuja zeichnet sich durch ein schuppenförmiges, stark duftendes Laub aus, das dem der Zypresse ähnelt. Seine Früchte sind kaum sichtbare Zapfen. Als Immergrüne garantieren Thujas das ganze Jahr über eine grüne Farbe im Garten.
Kombination von Thujas mit anderen Pflanzen im Garten
Thujas werden in der Regel gewählt, um Hecken zu bilden, die vor neugierigen Blicken schützen oder den Wind abhalten. Ob geschnitten oder nicht, sie sind auch alleine sehr dekorativ, können jedoch mit anderen Pflanzen kombiniert werden, um mehr Farbe in den Garten zu bringen. Moorbeetpflanzen sind neben Nadelbäumen zu bevorzugen, da sie saure Böden mögen. Azaleen, Kamelien oder Rhododendren sind ideal. Ihre farbenfrohen Blüten harmonieren perfekt mit den Thujas. Diese Pflanzen schätzen auch die halbschattige Umgebung, die die Hecken bieten.
Die erfolgreiche Pflanzung eines Thujas
Die Pflanzung des Thujas kann das ganze Jahr über erfolgen, allerdings nicht während Frostperioden. Ein Standort in der Sonne oder im Halbschatten ist am besten geeignet. Die Samen können zwar ausgesät werden, aber in Gartencentern sind Pflanzen erhältlich, die bereits eine Höhe von 30 bis 40 cm erreicht haben. Direkt in die Erde gepflanzt, sollte das Loch etwa 60 cm tief sein. Beim Anlegen einer Hecke hilft es, eine Grabenlinie mit einem Strick und zwei Pfosten zu markieren, um eine gerade Hecke zu gewährleisten. Zwischen den Pflanzen sollten mindestens 80 cm Abstand eingehalten werden, da Thujas schnell an Volumen gewinnen. Anschließend wird die Erde wieder bedeckt und fest angedrückt, damit die Pflanze stabil steht. Zum Schluss ist ein großzügiges Gießen der Wurzeln unerlässlich.
Wie pflegt man Thujas richtig?
Ist der Thuja einmal im Garten angewachsen, ist er sehr pflegeleicht. Dieser robuste Nadelbaum verträgt Kälte gut und auch trockene Sommer sind keine große Herausforderung. Dennoch sollte man auf Krankheiten und Parasiten achten. Beim Anpflanzen einer Hecke ist es notwendig, die Höhe und Dicke der Thujas zu kontrollieren, indem man sie mindestens zweimal jährlich, im Mai und September, schneidet. Ein elektrischer Heckenschneider oder eine einfache Gartenschere sind hierbei hilfreich. Die abgeschnittenen Zweige können als Mulch für Pflanzen, die saure Böden mögen, verwendet werden.
Wussten Sie schon?
Nadelbäume halten alle pflanzlichen Rekorde: Langlebigkeit, Stammumfang und Höhe usw. Der größte Riesen-Mammutbaum der Welt ist der Pioneer Cabin Tree in Kalifornien. In Schweden gibt es eine sehr alte Fichte (Gemeiner Weihnachtsbaum), die 9.550 Jahre alt ist. Der Baum von Tule hingegen ist eine Zypresse mit einem Stammdurchmesser von 36 m und einer Höhe von 41 m.
































