Aromatische Feigen ab Juli
Merkmale
Ästhetik
Gartenarbeit
Standort
Feige ‘Rouge de Bordeaux’ für aromatische Ernten im eigenen Garten
Diese ertragssichere Feige bringt violette, süß-aromatische Früchte in den Garten oder auf die Terrasse. Sie eignet sich für alle, die rote Feigen selbst anbauen und den Rhythmus der Ernte von Juli bis September erleben möchten.
Warum die Feige ‘Rouge de Bordeaux’ gut in den Garten passt
Die Feige ‘Rouge de Bordeaux’ ist eine selbstfruchtbare Sorte von Ficus carica und benötigt daher keine zweite Pflanze zur Befruchtung. Ihre Früchte sind violett, meist mittelgroß und geschmacklich angenehm süß. Frisch gepflückt schmecken sie direkt vom Baum, passen aber auch zu Käse, Joghurt, Kuchen oder in feine Konfitüren.
Als Feigenbaum wächst sie aufrecht bis breit ausladend und kann im Freiland etwa 5 m Höhe erreichen. Die Breite liegt je nach Schnitt meist bei 3 bis 4 m. Das große, gelappte Laub ist sommergrün, rau in der Struktur und wirft im Herbst ab. Eine auffällige Blüte zeigt die Pflanze nicht, denn die Blüten sitzen im Inneren der Feigenanlage.
Der richtige Standort für zuverlässigen Fruchtansatz
Wählen Sie einen sehr sonnigen, warmen und windgeschützten Platz, idealerweise vor einer Hauswand oder in einem geschützten Innenhof. In Deutschland gelingt die Kultur besonders gut in milden Weinbaugebieten, geschützten Stadtgärten und warmen Lagen. Der Boden sollte tiefgründig, neutral bis kalkhaltig, durchlässig und gern auch sandig sein.
Diese Sorte passt gut in einen Obstgarten, als Solitär, in eine lockere Fruchthecke oder in einen großen Kübel. Wer Obstbäume und Sträucher im Garten ergänzt, erhält mit dieser Feige ein langlebiges Gehölz mit mediterraner Ausstrahlung und praktischem Erntewert.
Ficus carica Rouge de Bordeaux sicher pflanzen und pflegen
Pflanzen Sie im März, April, Mai, September oder Oktober, sobald der Boden frostfrei ist. Im Kübel eignet sie sich als Feigenbaum für Balkon und Terrasse, wenn das Gefäß groß, standfest und mit einer Drainageschicht versehen ist.
Staunässe ist der wichtigste Punkt der Vorsicht. Sie schwächt die Wurzeln und kann Krankheiten fördern. An einem luftigen, sonnigen Standort gilt die Sorte als robust und wenig anfällig, wenn sie nicht dauerhaft nass steht.
So entwickelt sich Ihr Obstgehölz Jahr für Jahr
Im ersten Standjahr liegt der Schwerpunkt auf guter Einwurzelung. Ab dem zweiten bis dritten Jahr setzt die Pflanze bei ausreichend Sonne zunehmend Früchte an. Die Ernte beginnt je nach Witterung ab Juli und kann bis September reichen. Aromatische Feigen im Garten zu züchten verlangt etwas Geduld, belohnt aber mit wachsender Zuverlässigkeit.
Die Winterhärte liegt ungefähr bei minus 14 °C, was etwa Zone 7b entspricht. In strengen Wintern können junge Triebspitzen zurückfrieren. Der Wurzelstock treibt oft wieder aus, doch die Ernte kann sich verzögern. Schützen Sie junge Pflanzen in den ersten Wintern mit Laub, Vlies oder Reisig, besonders in raueren Regionen.
Nach dem Anwachsen verträgt die Feige kurze Trockenphasen recht gut. Bei längerer Sommerhitze und im Kübel braucht sie jedoch regelmäßiges Wasser, damit die Früchte nicht abfallen oder klein bleiben. Willemse empfiehlt, saisonweise zu beobachten und die Pflege an Standort, Wetter und Pflanzenalter anzupassen.
PRO TIPP : Feige ‘Rouge de Bordeaux’
Häufig fehlen Wärme, Sonne oder Pflanzenalter. Junge Feigen brauchen oft 2 bis 3 Jahre bis zur ersten sicheren Ernte. Auch Spätfrost, zu starker Schnitt oder Trockenstress während der Fruchtbildung können den Ansatz verringern.
In milden und geschützten Lagen ist Freilandkultur gut möglich. Wählen Sie einen sonnigen Platz vor einer warmen Wand und schützen Sie junge Pflanzen im Winter. In rauen Regionen ist ein großer Kübel oft die sicherere Lösung.
Gießen Sie im Sommer regelmäßig, sobald die obere Erdschicht trocken ist. Der Ballen soll leicht feucht bleiben, aber nie im Wasser stehen. Während heißer Phasen kann tägliches Prüfen nötig sein.
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