Würziger Bodendecker im Schatten
Merkmale
Ästhetik
Gartenarbeit
Standort
Gundermann als zuverlässiger Bodendecker für Schattenbereiche
Der Gundermann ist eine wintergrüne, essbare Wildstaude für halbschattige bis schattige Gartenplätze. Er bedeckt den Boden schnell, bleibt niedrig und begleitet den Garten mit violetten Blüten im zeitigen Frühjahr.
Gundermann sicher erkennen und richtig einordnen
Glechoma hederacea wächst kriechend bis leicht aufsteigend und erreicht meist etwa 10 bis 15 cm Höhe. In der Breite kann er sich über Ausläufer je nach Standort auf 30 bis 60 cm und darüber hinaus ausdehnen, weshalb er besonders als lebendiger Bodendecker geschätzt wird.
Das Laub ist ganzjährig vorhanden, rundlich bis nierenförmig, leicht gekerbt und aromatisch beim Zerreiben. Von März bis Mai erscheinen kleine violette Lippenblüten, die frühen Insekten Nahrung bieten. Die Blätter sind essbar und schmecken würzig-herb, zum Beispiel sparsam dosiert in Kräuterquark, Salaten oder Teemischungen.
Der passende Platz im halbschattigen Garten
Am besten gedeiht diese Staude in frischer, humoser Gartenerde, die Wasser hält, aber nicht dauerhaft staunass ist. Halbschatten und Schatten passen gut, etwa unter lichten Gehölzen, am Rand eines Beetes oder in einem größeren Gefäß auf einem kühlen Balkon.
Als flacher Bodendecker ergänzt er Kletterpflanzen am Gehölzrand, ohne in die Höhe zu konkurrieren. Als ruhigere Alternative zu Efeu -Efeu eignet er sich dort, wo eine niedrige, begehungsarme Bodenbedeckung gewünscht ist. Bei längerer Trockenheit im Sommer braucht er jedoch zusätzliche Wassergaben.
Glechoma hederacea pflanzen und im ersten Jahr führen
Gepflanzt wird vorzugsweise im März, April, September oder Oktober. In diesen Monaten wurzelt die Pflanze in Deutschland zuverlässig ein, solange der Boden nicht gefroren ist und nach dem Setzen gleichmäßig feucht bleibt.
Im ersten Jahr füllt der Gundermann vor allem Lücken. Ab dem zweiten Standjahr bildet er bei passenden Bedingungen einen dichteren Teppich und kann kleinere Wildkrautflächen gut unterdrücken.
Pflege im Jahreslauf und gute Nachbarn
Der Pflegeaufwand bleibt gering. Im Frühjahr können vertrocknete oder zu lange Triebe zurückgeschnitten werden. Nach der Blüte hält ein leichter Rückschnitt den Bestand ordentlich und fördert frisches Laub. Gedüngt wird nur sparsam, am besten mit etwas Kompost im Frühjahr.
Die Pflanze ist bis etwa -28 °C winterhart und übersteht Frost in der Regel ohne Schutz. Bei Kahlfrost in frisch gesetzten Pflanzungen hilft eine dünne Laubschicht. Gegen Krankheiten zeigt sich Gundermann meist robust; problematisch werden eher Staunässe, zu trockene Standorte oder eine unkontrollierte Ausbreitung in kleinen Beeten.
PRO TIPP : Gundermann
Gundermann wächst niedrig und kriechend. Er hat rundliche bis nierenförmige, gekerbte, wintergrüne Blätter. Von März bis Mai erscheinen kleine violette Lippenblüten an kurzen Trieben.
Der Hauptzuwachs beginnt im Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist. Bei frischem Boden wächst er bis in den Herbst weiter. In milden Wintern bleibt das Laub meist sichtbar.
Gundermann blüht in der Regel von März bis Mai. In milden Regionen kann die Blüte früher einsetzen, in kühleren Lagen etwas später. Die violetten Blüten sind für frühe Insekten wertvoll.
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