Bunter Bodendecker im Schatten
Merkmale
Ästhetik
Gartenarbeit
Standort
Gundermann 'Variegata' bringt helles Laub in den Halbschatten
Diese niedrige, immergrüne Staude ist ein zuverlässiger Bodendecker für frische Gartenböden und geschützte Balkonkästen. Willemse empfiehlt sie besonders dort, wo ein dichter, ruhiger Teppich mit wenig Pflegeaufwand gefragt ist.
Gundermann 'Variegata' für halbschattige Gartenbereiche
Gundermann 'Variegata', botanisch Glechoma hederacea Variegata, wächst flach bis leicht überhängend und erreicht etwa 15 cm Höhe. Mit seinen Ausläufern kann er sich nach der Anwachsphase auf etwa 30 bis 50 cm Breite ausdehnen, bei guten Bedingungen auch weiter. Das grün-creme panaschierte Laub bleibt ganzjährig erhalten und hellt schattige Ecken sichtbar auf.
Von April bis Juni erscheinen kleine blaue Blüten, die von Insekten besucht werden. Die Pflanze ist bis etwa -28 °C winterhart und damit für viele Regionen Deutschlands geeignet. Bei starkem Kahlfrost kann das Laub etwas leiden, der Austrieb erfolgt im Frühjahr meist wieder zuverlässig aus der Basis.
Wo gedeiht dieser Bodendecker zuverlässig?
Ideal ist ein halbschattiger Platz in humoser, durchlässiger und frisch bis feuchter Gartenerde. Unter lichten Gehölzen, am Beetrand, in einem schattigen Steingarten oder im größeren Topf entwickelt sich die Sorte gut. In der Planung kann sie dort interessant sein, wo Efeu -Efeu zu kräftig wäre, denn ihr Wuchs bleibt niedriger und leichter zu lenken.
Sie eignet sich als Bodendecker für schattige Plätze, jedoch nicht als stark belastbarer Rasenersatz. Gelegentliches Betreten wird meist vertragen, regelmäßiges Laufen verdichtet den Boden und schwächt die Pflanze. Für Rankhilfen ist sie nicht gedacht, anders als Kletterpflanzen, sondern für flächige, bodennahe Begrünung.
So pflanzen und pflegen Sie Glechoma hederacea Variegata
Pflanzen Sie im März bis Mai oder im September bis Oktober, wenn der Boden weder gefroren noch ausgetrocknet ist. In den ersten Wochen gleichmäßig feucht halten, danach reicht meist moderates Gießen, sobald die obere Erdschicht antrocknet. Längere Trockenheit verträgt die Pflanze nur begrenzt, besonders im Kübel.
Eine dünne Kompostgabe im Frühjahr genügt in den meisten Gärten. Entfernen Sie bei Bedarf einzelne rein grüne Triebe, damit die helle Blattzeichnung erhalten bleibt. Staunässe sollte vermieden werden, da sie die Wurzeln schwächen kann.
Entwicklung, Kombinationen und sinnvolle Grenzen
Im ersten Jahr steht die sichere Bewurzelung im Vordergrund. Ab dem zweiten Jahr schließt Gundermann den Boden deutlich schneller, im dritten Jahr kann eine kleine Fläche gut bedeckt sein. Kombinieren lässt er sich mit Farnen, Funkien, Purpurglöckchen oder schattenverträglichen Frühlingsblühern.
Die Sorte gilt als robust und wenig krankheitsanfällig. In sehr nassen, schlecht belüfteten Lagen können jedoch Wurzelprobleme oder schwaches Laub auftreten. Kontrollieren Sie die Ausläufer an Beetkanten, damit die Pflanze nicht in zarte Nachbarstauden hineinwächst.
Die jungen Blätter sind essbar und haben ein würzig-herbes Aroma. Verwenden Sie sie nur sparsam in Kräuterquark, Salaten oder Suppen und ausschließlich von unbehandelten Pflanzen, die sicher bestimmt wurden.
PRO TIPP : Gundermann 'Variegata'
Günstig sind März bis Mai sowie September bis Oktober. Der Boden sollte frostfrei, locker und leicht feucht sein. Nach dem Pflanzen gründlich angießen und in den ersten Wochen nicht austrocknen lassen.
Er kann kleine, wenig betretene Flächen begrünen, ist aber kein belastbarer Rasenersatz. Für schattige Beetränder, Gehölzunterpflanzungen und ruhige Trittbereiche eignet er sich deutlich besser.
Schneiden Sie lange Ausläufer im Frühjahr oder nach der Blüte zurück. An Beetkanten hilft regelmäßiges Nachstechen. So bleibt der Teppich dicht, ohne empfindliche Nachbarpflanzen zu überwachsen.
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