Duft, Farbe und Bienen im Garten
Merkmale
Ästhetik
Gartenarbeit
Standort
Lavendel – Duftender Klassiker für sonnige Beete
Lavandula angustifolia gehört zu den beständigsten Stauden im Garten. Mit seinen violetten Blüten, seinem intensiven Duft und seiner Trockenheitstoleranz ist er eine zuverlässige Wahl für jeden Standort mit viel Sonne.
Welche Bedingungen braucht Lavendel zum Gedeihen?
Lavendel liebt vollsonnige, warme Standorte mit durchlässigem Boden. Sandige, kalkhaltige oder steinige Erde ist ideal. Staunässe ist der häufigste Fehler beim Anbau und muss unbedingt vermieden werden.
In Deutschland eignen sich besonders geschützte Südlagen, etwa vor einer Mauer oder auf einem erhöhten Beet. Bei schweren Lehmböden empfiehlt sich eine großzügige Einarbeitung von Kies oder grobem Sand vor dem Pflanzen.
Lavendel säen und richtig aufziehen
Wer Lavendel aus Blumensamen zieht, braucht etwas Geduld. Die Samen werden ab März unter Glas bei 18 bis 20 °C ausgesät. Die Keimung dauert 14 bis 21 Tage. Die Samen nur leicht mit Erde bedecken, da Lavendel ein Lichtkeimer ist.
Ab Mai, nach den Eisheiligen, können die Jungpflanzen ins Freiland. Abstand zwischen den Pflanzen: mindestens 30 bis 40 cm. Junge Pflanzen in den ersten Wochen regelmäßig, aber sparsam gießen.
Blüte, Ernte und Verwendung im Überblick
Lavandula angustifolia blüht von Juni bis August, manchmal bis in den September. Die Blüten können frisch in Sträuße gesteckt oder zum Trocknen geerntet werden. Getrocknete Rispen behalten ihren Duft über Monate. Für die Küche lassen sich Blüten sparsam einsetzen, etwa in Kräutersalzen oder Desserts.
Als mellifère Pflanze zieht Lavendel Bienen und Hummeln in großer Zahl an. Er ist eine wertvolle Bereicherung im Gemüsegarten als Begleitpflanze, da er Schädlinge fernhält und Nützlinge fördert.
Ein pflegeleichter Begleiter saison für saison
Willemse empfiehlt Lavendel für alle, die einen robusten, immergrünen Strauch mit echtem Nutzwert suchen. Er verträgt Trockenheit, braucht kaum Dünger und bleibt bei gutem Rückschnitt über viele Jahre kompakt und vital.
Einmal etabliert, ist Lavendel sehr genügsam. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr oder direkt nach der Blüte genügt, um die Pflanze in Form zu halten und eine reiche Blüte im nächsten Jahr zu sichern.
PRO TIPP : Lavendel
Lavendel wird am besten zweimal im Jahr geschnitten: einmal im Frühjahr, wenn die neuen Triebe sichtbar werden, und einmal direkt nach der Blüte im August. Dabei immer nur das weiche, grüne Holz kürzen – niemals bis ins alte, verholzte Holz schneiden, da die Pflanze sonst nicht mehr austreibt.
Der Hauptschnitt erfolgt nach der Blüte, etwa Ende August bis Anfang September. Ein leichter Formschnitt im März oder April, wenn der Frost vorbei ist, hilft zusätzlich, die Pflanze kompakt zu halten. In Deutschland sollte man bei späten Frösten mit dem Frühjahrsschnitt bis nach den Eisheiligen warten.
In Deutschland pflanzt man Lavendel am besten von Mai bis Oktober, sobald keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Der ideale Zeitpunkt ist nach den Eisheiligen Mitte Mai. Ein Herbstpflanzen bis Oktober ist möglich, wenn der Boden noch warm genug ist, damit die Wurzeln vor dem Winter anwachsen können.
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