Grün auch auf trockenem Boden
Merkmale
Ästhetik
Gartenarbeit
Standort
Schmalblättrige Steinlinde für grüne Struktur im Garten
Die Schmalblättrige Steinlinde, botanisch Phillyrea angustifolia, ist ein langsam wachsendes, immergrünes Gehölz für geschützte Gärten, Terrassen und Kübel. Sie überzeugt durch schmale, feste Blätter, gute Trockenheitsverträglichkeit und eine ruhige mediterrane Wirkung.
Die Schmalblättrige Steinlinde richtig einordnen
Ihr Wuchs ist aufrecht, dicht verzweigt und im Alter leicht ausladend. In Deutschland erreicht sie an passenden Standorten etwa 2 bis 3 m Höhe und 1,5 bis 2,5 m Breite; im Kübel bleibt sie meist kompakter. Das Laub ist immergrün, schmal, ledrig und dunkelgrün, sodass es auch im Winter Struktur gibt.
Von April bis Juni erscheinen kleine weiße Blüten, die dezent wirken und für Bienen nützlich sind. Das Gehölz passt in die Auswahl Immergrüne Sträucher, wenn ein trockenheitsverträglicher, windfester Begleiter mit langsamer Entwicklung gesucht wird. Das Plante Bleue Label weist zudem auf eine kontrollierte Kultur hin.
Wo dieser immergrüne Strauch zuverlässig wächst
Am besten entwickelt sich die Pflanze an sonnigen bis halbschattigen Plätzen, verträgt aber auch lichten Schatten. Mehr Sonne fördert die Verzweigung und die Blüte. Der Boden sollte durchlässig, neutral bis kalkhaltig, gern sandig und eher trocken sein; Staunässe ist der wichtigste Punkt, den Sie vermeiden sollten.
Die Winterhärte liegt bei etwa -11 °C. In milden Weinbaugebieten, an geschützten Hauswänden oder in Innenhöfen kommt sie gut zurecht. In kälteren Regionen Deutschlands ist ein Kübel sinnvoll, damit der Wurzelballen bei strengem Frost geschützt oder vorübergehend frostarm gestellt werden kann.
Pflanzen und pflegen im Rhythmus der Jahreszeiten
Gepflanzt wird vorzugsweise im März und April oder von September bis November. Nach dem Anwachsen ist die Steinlinde recht trockenheitsfest, braucht in den ersten zwei Sommern aber regelmäßige Wassergaben, besonders bei sandigem Boden und im Topf.
Eine dünne Mulchschicht aus mineralischem Material hält den Boden offen. Auf sehr nährstoffreichen Böden wächst die Pflanze weicher; eine sparsame Gabe organischen Düngers im Frühjahr genügt.
Phillyrea angustifolia langfristig im Garten nutzen
Die Schmalblättrige Steinlinde eignet sich für niedrige bis mittlere Hecken, als Solitär, im mediterranen Beet, im großen Kübel oder als ruhiger Rahmen für Lavendel, Salbei, Zistrosen und Gräser. Unter Sträucher bietet sie eine gute Lösung für trockene, kalkhaltige Standorte, an denen viele klassisch feuchtigkeitsliebende Gehölze schwächer wachsen.
Ihre Entwicklung ist langsam: Im ersten Jahr steht die Wurzelbildung im Vordergrund, im zweiten und dritten Jahr wird der Aufbau dichter. Die Pflanze gilt als wenig krankheitsanfällig; achten Sie dennoch auf Luftzirkulation und vermeiden Sie dauerhaft nasse Erde, denn Frostschäden und Wurzelprobleme entstehen meist aus Winterfeuchte.
PRO TIPP : Schmalblättrige Steinlinde
Ideal sind März bis April sowie September bis November. In rauen Lagen ist die Frühjahrspflanzung sicherer, weil die Wurzeln vor dem ersten Winter mehr Zeit zum Einwachsen haben.
Im ersten Jahr regelmäßig durchdringend gießen, danach nur bei längerer Trockenheit. Im Kübel trocknet der Ballen schneller aus; dort im Sommer häufiger kontrollieren.
Sie eignet sich für niedrige bis mittlere, immergrüne Hecken. Wegen des langsamen Wachstums entsteht die Dichte schrittweise; ein leichter Schnitt nach der Blüte fördert die Verzweigung.
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