Herbstnüsse aus eigener Hecke
Merkmale
Ästhetik
Gartenarbeit
Standort
Haselnuss ‘Merveille de Bollwiller’ für eine verlässliche Herbsternte
Diese großfruchtige Haselnuss ist eine gute Wahl für Gärten, in denen Nutzen, Struktur und eine natürliche Ernte zusammenkommen sollen. Sie wächst kräftig, bleibt gut formbar und liefert im Herbst braune Nüsse für die Küche.
Haselnuss ‘Merveille de Bollwiller’ richtig einschätzen
Die Sorte Corylus maxima Merveille de Bollwiller entwickelt einen aufrechten bis breitbuschigen Wuchs. Je nach Standort erreicht sie nach einigen Jahren etwa 3 bis 4 m Höhe und 2,5 bis 3,5 m Breite. Das Laub ist sommergrün, groß und frischgrün, im Herbst wird es abgeworfen.
Die gelblichen Kätzchen erscheinen meist im Februar und März. Sie sind für frühe Insekten interessant, können bei empfindlichen Personen jedoch durch den Pollen Atemwegsallergien auslösen. Die Pflanze ist bis etwa -19 °C winterhart und kommt mit normalen Wintern in Deutschland gut zurecht.
Der passende Platz für Ernte und gesunden Wuchs
Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründiger, nährstoffreicher und gut drainierter Gartenerde. Als Haselnussstrauch eignet sich diese Sorte für eine fruchttragende Hecke ebenso wie für die Einzelstellung. Im Sortiment Obstbäume und Sträucher passt sie besonders zu naturnahen Gärten und kleinen Nutzgärten.
Für eine gute Entwicklung helfen diese Pflanzschritte:
So gelingt die Pflege im Jahreslauf
In den ersten zwei Standjahren braucht die Haselnuss bei Trockenheit regelmäßig Wasser, besonders von April bis August. Später ist sie recht trockenheitsverträglich, doch längere Dürre während Fruchtansatz und Nussfüllung kann die Ernte mindern. Ein jährlicher Kompostgabe im Frühjahr unterstützt den gleichmäßigen Wuchs.
Schneiden Sie ältere, sich kreuzende oder zu dichte Triebe im Spätwinter heraus. So bleibt der Strauch licht, bildet junge Fruchttriebe und ist weniger anfällig für Pilzprobleme. Haselnüsse gelten als robuste Gehölze; achten Sie dennoch auf Staunässe, sehr verdichtete Böden und Fraßschäden an jungen Nüssen.
Vom Frühlingskätzchen zur eigenen Nuss
Die Sorte ist selbstfruchtbar, kann also auch allein tragen. Eine zweite Haselnuss in der Nähe kann die Befruchtung oft verbessern, wenn der Garten dafür Platz bietet. Die braunen Nüsse reifen meist im September und Oktober und fallen bei Vollreife leicht aus der Hülle.
Frisch geerntete Haselnüsse schmecken mild-nussig und eignen sich für Gebäck, Müsli, geröstete Kerne oder herzhafte Herbstgerichte. Im ersten Jahr steht das Anwachsen im Vordergrund, ab dem zweiten bis dritten Jahr nimmt der Ertrag meist sichtbar zu. So wächst mit jedem Pflegejahr auch die Sicherheit im eigenen Gartenerfolg.
PRO TIPP : Haselnuss ‘Merveille de Bollwiller’
Pflanzen Sie an frostfreien Tagen von November bis März. In milden Regionen ist die Herbstpflanzung günstig, weil der Strauch vor dem Frühjahr Wurzeln bildet. Nach dem Setzen gründlich angießen.
Die Sorte ist selbstfruchtbar und kann auch allein Nüsse bilden. Eine weitere Haselnuss in der Umgebung kann die Bestäubung jedoch unterstützen und in manchen Jahren den Fruchtansatz verbessern.
Entfernen Sie im Spätwinter alte, schwache oder nach innen wachsende Triebe bodennah. Geben Sie im Frühjahr Kompost und wässern Sie bei längerer Trockenheit, besonders in den ersten Standjahren.
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